Prof. Tepperweins Lebensschule Veröffentlicht: Juli 2000

„Was ich von einer Briefmarke gelernt habe...“

oder

Prof. Dr. Phil. Tepperwein mit uns am Bodensee

von Synergetik Therapeutin Serena Rust

Mit PKW, Wohnmobil, Bahn, Flieger und zu Fuß kamen wir, 14 Synergetik TherapeutInnen und ein hoffnungsvoller Nachwuchs (Wolfgang, Dhyan und Rita mit Florina, Bettina, Guido, Sylke, Mira, Brigitte, Dorothee, Agnes, Margit, Norbert, Pia und ich) aus allen Ecken und Enden Deutschlands am Dienstag, den 28. September ‘99 am Bodensee zusammen, um sich in einem Tagesseminar von Prof. Dr. Phil. Kurt Tepperwein über „Wie gründe und optimiere ich eine Praxis für Synergetik-Therapie“ informieren zu lassen. Im Sinne Tepperweins ist „informieren“ nicht als ein bloßes sich etwas anhören zu mißverstehen, sondern hier ging es darum das Bewußtsein samt Überzeugungen und Glaubenssätzen gleich richtig „in Form“ zu bringen und zwar in die der erfolgreichen Praxisgründung förderlichste.

Wow!

Wolfgang Rother hatte dieses Seminar organisiert und war während unseres Aufenthaltes sehr herzlich und erfolgreich um unser Wohl bemüht. Noch einmal: Vielen Dank, lieber Wolfgang!

Soweit war's ganz sachlich.

Im weiteren berichte ich aus meiner persönlichen Perspektive. Kurz zur Vorgeschichte:

Über Wolfgang Rother hatten sich Tepperwein und Dhyan kennengelernt. Aus der wechselseitigen Wertschätzung ihrer Arbeit sind verschiedene Initiativen entstanden, u.a. dieses Seminar.

Ich kannte Herrn Tepperwein dem Namen nach als „so einer der ersten spirituell orientierten Unternehmensberater“. Aus aktuellem Anlaß lieh ich mir nun eines seiner ersten Bücher aus den 70ern (mittlerweile hat er ca. 35 veröffentlicht) mit dem schönen Titel: „Geistheilung durch sich selbst.“, das mir einen grundlegenden Eindruck seines Therapieansatzes vermittelte.

Dann war es soweit, live!

Unser Seminartag begann mit einem üppigen gemeinsamen Frühstück, bei dem sich bereits erste anregende Gespräche entspannten. Den weiteren Seminartag füllte der etwa 2 Mal 3 Stunden dauernde Vortrag von Herrn Tepperwein samt einiger kurzer praktischer Übungen zur Vertiefung und natürlich einem leckeren Mittagessen bei „Max und Moritz“ mit herrlichem Blick über den regnerischen Bodensee auf die Alpen.

Die Kernaussage seiner Überzeugungen zitierte Herr Tepperwein in schöner Formulierung aus der Bibel (Markus 11, 24):

„Bittet, um was ihr wollt, glaubt nur, daß ihr erhalten habt, und es wird euch werden.“

Das Besondere liegt insofern auch bei ihm nicht im Inhalt. Der ist seit Jahrhunderten zumindest verschlüsselt bekannt. Aber es gelingt ihm auf eine sehr humorvolle, leicht nachvollziehbare, beeindruckende Weise, bei der sein Sinn und seine Freude an der „Weisheit der Sprache“ sehr eindrücklich Geltung bekommen, diese alten Weisheiten aktuell mit Leben zu füllen und entsprechend überzeugend „rüberzubringen“.

Insofern erfüllt er seinen Anspruch, den er uns allen ebenfalls nahelegte aufs stimmigste:

„Werden Sie selbst zu einer Visitenkarte Ihres erfolgreichen Lebens!“

Um dies zu verwirklichen fordert uns Herr Tepperwein eindringlich auf, uns dem „geistigen Ackerbau“ zu widmen und damit unausweichlich unseren Erfolg zu verursachen, denn:

„Wir bekommen im Leben nicht, was wir uns wünschen, wir bekommen auch nicht, was wir ganz dringend brauchen, wir bekommen das, was wir verursachen.

Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Also müssen wir „nur“ (Anm.: Die Anführungszeichen sind von mir!) Absicht und Ursachen in Übereinstimmung bringen und der Erfolg folgt zwangsläufig. Er kann gar nicht anders. Denn, wie die Weisheit der Sprache ja schon besagt: Es heißt Erfolg, also Er - folg(t) nicht Erzwing oder Erhol!“

Also, liebe Kolleginnen und Kollegen, auf zum „geistigen Ackerbau“...

Aber sieh’ da, wer tummelt sich denn schon auf diesem Acker? Ja, da schau her! Das sind doch lauter Synergetik TherapeutInnen und ihre KlientInnen!

Wir betreiben diesen „geistigen Ackerbau“ in der Synergetik Therapie ohnehin, wenngleich mit einer im Schwerpunkt viel stärker emotional und prozeß-orientierten Ausrichtung. Die geistigen Kräfte mit denen wir in den erlösten Phasen unserer Sessionarbeit in Verbindung stehen, noch nachhaltiger „bewußt“ zu focussieren, zu verankern und zur Geltung zu bringen scheint mir eine fruchtbare, gewinnbringende lntegrationsmöglichkeit der Seminarinhalte von Herrn Tepperwein in meine therapeutische Arbeit.

Es wurde geplant, dies in die Berufsausbildung einzuflechten, was bereits innerhalb des ersten Ausbildungsblocks der B 3 und der B 4 geschehen ist.

Darüber hinaus machte Herr Tepperwein noch eine Reihe von ganz pragmatischen Vorschlägen, was man tun kann, um sich als Therapeutln zu etablieren.

Zentral dabei ist seine Idee der „Lebensschule“. Darunter versteht er eine kostenlose, unverbindliche Abendveranstaltung zu einem Thema von allgemeinem Interesse (z.B. „Im Bilderreich der Seele“ oder „Symptomsprache des Körpers“ oder „Nie wieder Ebbe in der Kasse“)

Ich als Therapeutin, die bekannt werden möchte, lade zu einem kurzen Vortrag mit anschließendem Austausch ein.

Hier treffen sich dann interessierte Freunde und deren Freunde in unverbindlicher Atmosphäre zu anregenden, interessanten Gesprächen.

Die Idee dabei ist, mich in unverbindlichem Rahmen bekannt zu machen, den Menschen, die da sind vertraut zu werden und meine Kompetenz zu zeigen. Damit sind dann die Voraussetzungen geschaffen, die tiefergehende, therapeutische Kontakte nach sich ziehen.

O.k. So weit so gut.

Und zum Schluß noch einen Satz zum Titel dieses Artikels: Was Herr Tepperwein von einer Briefmarke gelernt hat und was er auch uns zur Nachahmung empfiehlt:

„Eine Briefmarke hat eine Eigenschaft, die vielen Menschen heute fehlt: Sie hält an einer Sache fest, bis zum Ziel!“

Aber - was ist denn dann mit diesem „Loslassen“ von dem man auch immer so viel hört?