Myom - Weiblichkeit - „Innere Frau“

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Klientin (ca. 50 J.) teilte mit, daß der Gynäkologe eine Zyste und ein Myom in der Gebärmutter festgestellt hatte. Darüberhinaus litt sie unter Durchblutungsstörungen im Ohr, Verspannungen im Körper... Schon als Kind galt sie als sehr autoaggressiv. Die Klientin hat sich nie sonderlich für ihren Körper interessiert. - Nach einem Therapieaufenthalt mit 5 Sitzungen waren die Symptome aufgelöst.

Th: ...Laß Dich mal überraschen, wie Deine „Innere Frau“ heute auf Dich zukommt, wie sie heute ausschaut, was sie Dir sagen will.

Kl: Sie ist heute energievoller in ihren Bewegungen. Da ist sowas wie freudige Entschlossenheit oder Fröhlichkeit. Ihre Bewegungen drücken Freude und Energie aus und es ist ein offenes und vertrautes Lächeln, was sie im Gesicht hat. - Sie spricht sie direkt an - Schön, daß Du kommst. Ich freue mich. Sie sagt: Nicht wahr, unsere Begegnung ist schon viel vertrauter? Ich habe das Gefühl, ich spüre meinen Körper und die Verspan-nungen und ich habe das Gefühl, daß ihr Körper ganz ganz leicht ist. Gestern hatte ich den Wunsch, daß sie mich berührt, aber hatte Angst davor und ich erinnere mich jetzt an die Berührung, die ich gestern erlebt habe und ich muß jetzt lächeln über meine Angst von gestern. Ich hab' jetzt keine Angst mehr, auch wenn sie mich berührt. Da ist nur die Hemmung, das von mir aus zu tun bzw. darum zu bitten.

Th: Erinnere Dich einfach daran, daß sie nicht Dein Vater ist, wo es Dir schwer gefallen ist, darum zu bitten. Spür' mal, was passiert wenn Du sie bittest. Das ist ein Teil von Dir, der jetzt so auf Dich zuge-kommen ist, der da ist, der zu Dir gehört.

Kl: Jetzt kommt, ob sie auch wirklich Zeit für mich hat. ... Hast Du Zeit für mich ? Nur für mich? - Klientin lächelt - Ich wünsch' mir, daß Du für mich da bist, daß Du mich berührst, daß Du mich hälst, nur hälst. - Musik zum Ankern wird eingespielt - Diese Berührung ist unendlich schön. Aber bei mir kommt der Gedanke immer: Und wann ist es vorbei ? Ich hab nur eine Ahnung davon, wie es ist, nur zu genie-ßen und sich fallenzulassen. Und dann kommt wieder: Das muß doch jetzt auch bald vorbei sein und jetzt muß ich doch wieder was tun. Jetzt muß es genug sein mit dem nur Genießen oder nur Annehmen. Das ist wie, lieber erst gar nicht freuen, sonst bin ich nachher wieder enttäuscht oder wenn ich mich zu sehr freue, krieg’ ich wieder eins aufs Dach.

Th: Bitte sie doch mal, sie möge Dir von ihrem Reich oder von dort, wo sie herkommt erzählen oder Dich dorthin führen - so daß Du wie ein Besucher oder wie jemand, der neugierig ist, einfach in dieses Land der Weiblichkeit eintauchst und Dich erinnerst.

KI: Sie nimmt mich an die Hand und wir heben vom Boden ab. Wir bewegen uns schwebend fort. Ich spüre, daß wir uns mit unendlicher Leichtigkeit über Raum, Zeit, ja über alles fortbewegen. Alles Schwere bleibt unter uns und wir sind ein Stück höher und über der Erde. Und das, was mich vorher festhielt, was mich fesselte, das sehe ich jetzt alles von oben. Da ist Distanz dazwischen. Ich seh' den Platz, wo ich eben gelegen habe. Eine Kuhle im Sand. Und jetzt seh' ich nur noch den Platz. Ich schaue jetzt zu ihr und ich sehe, sie hält meine Hand und es ist ein Schweben über der Erde.

Aber ich spür’ nicht, daß wir weiterkommen. Sie hält mich jetzt wie ein Rettungsschwimmer einen Geretteten halt am Kopf und sagt: Nun laß' mal den Blick nach unten los und schau' einfach nur nach oben in die Weite und laß' Dich mitnehmen. - Musik zum Ankern wird eingespielt und der Therapeut fordert die Klientin auf, tiefer zu atmen und sich von ihrer Wahrnehmung berühren zu lassen - Es gibt eine Verbindung von ihr zum Himmel und es gibt eine zur Erde. Sie empfängt ganz viel Energie von oben und gibt ganz viel Licht nach unten zur Erde. Wenn ich sie nur wahrnehme, kann ich das annehmen. Wenn so der Gedanke kommt, soll das was mit mir zu tun haben, dann kann ich sagen: Spinnerei oder Phantasiererei. Aber das ist genau die Affirmation, die mich kürzlich so angesprochen hat. Die, wo ich aber gesagt habe: ich doch nicht. Und die aber trotzdem immer da ist. Ich wer-de morgens wach und denke daran und ich glaube, es ist eine Angst davor... Diese Affirmation heißt: Es ist meine Bestimmung in mir Himmel und Erde zu verbinden und meine irdische Welt zu durchlichten. Und ich habe sie abgelehnt, aber sie ist immer da, seit über einer Woche.

Th: Und das ist das, was Du jetzt bildlich siehst und gefühlsmäßig wahrnimmst?

KI: Ja. Aber ich kann es mir nicht zugestehen.

Th: Schau mal, wie stark diese Wahrheit ist, daß sie so ständig auf Dich zukommt, und zwar ganz tief aus Dir heraus.

KI: Ich versuche dann dem im Außen eine Form zu geben. Aber ich will dem keine Form geben. Es ist genau das, wovor ich Angst habe... Wirken durch Sein. Ich hab' so große Angst davor, aber das muß so unendlich schön sein. Ich würde das gerne kennenlernen, aber ich kann einfach nicht glauben, daß so etwas ausreichen kann. Da ist immer so das Gefühl, ich muß doch mehr Ackern und Tun und dann erscheint mir dieses Ackern und Tun viel leichter als dieses Sein. Und möglicherweise dann nicht nur einfach Sein, sondern auch durch Nichtstun etwas zu bewirken oder für andere hilfreich zu sein.

Th: Deine Weiblichkeit steht ja für Dasein, für Emfänglichkeit. Das ist ja keine Aktivität, keine männliche Energie, das ist ja das Aufnehmen, Präsentsein, Da-sein. Bitte sie doch mal, sie möge Dir so viel Einblick gewähren in diese Dimension jetzt, wie Du brauchst und wie Du auch verkraftest. Und dann tauch' mal mit ihr ein, laß' Dich mal in diese Dimension einführen. Und laß' Dich berühren davon. ..(Musik) Wie ist Deine Wahrnehmung jetzt? Was passiert?

KI: Ich sehe ein Ballett. Die Tänzerin tanzt und bewegt sich aus sich heraus mit Freude, weil es ihr Vergnügen bereitet. Und sie berührt Menschen. Sie öffnen sich - lächeln. Sie berührt Blumen, die aufblühen. Sie erfüllt die Orte und die Menschen, denen sie sich nähert, wo sie sich aufhält, die blühen auf. Die erwachen zu Leben.

Th: Ja' laß' Dich auch mal berühren von dieser Energie - jetzt - von ihr, die sie Dir überträgt. Was geschieht?

KI: Da ist eine ganz kleine Vibration in meinem Körper, wenn sie hinter mir die Wirbelsäule ganz leicht raufstreicht. Meine Arme und Hände werden leichter. Das ist manchmal so ein ganz leichtes Zittern im Körper.

Th: Zeig' ihr mal die Stellen, wo Du besonders viel Energie brauchst von ihr, in Deinen Schultern, in Deinen Ohren, ja. Und dann erlaub ihr mal, Dich zu berühren - dort....Ja. (Musik)

KI: Das ist ein ganz sanftes Streicheln. Ich hab' immer geglaubt, das macht die Kraft oder die Anstrengung, aber es ist genau... diese Sanftheit.

Th: Bitte sie auch, sie möge Dein Ohr berühren oder Energie hinschicken. Und spür' mal, was passiert jetzt. - Musik wird eingespielt und die Klientin hört Geräusche ((Ohrenarzt hat Durchblutungsstörungen festgestellt) und verspürt ein Zucken im Steißbein.

KI: Sie streicht wieder meine Wirbelsäule hoch. Jetzt kommt Energie in den Kopf. Das Pochen ist noch da. Sie streicht ganz langsam immer und immer wieder die Wirbelsäule hoch.

- Musik