Mit Deinem inneren Löwen bist Du unschlagbar!

Wie sieht Dein innerer Löwe aus? Ein kuscheliger zahnloser Stoff-Löwe oder eher eine Höllenbestie, der man - wenn sie hungrig ist - besser nicht begegnet - sonst sind die Stunden gezählt.

Der Synergetik Therapeut setzt das Bild des inneren Löwen ein, um das Selbstvertrauen und die Energie des Klienten auf ein "Löwen-Level" zu bringen. Mit der richtigen Löwen-Power lösen sich auch im richtigen Leben viele Probleme von allein. Auf einer Innenweltreise, dem inneren Löwen zu begegnen ist spannend, kann auch beängstigend sein. Aber es lohnt sich, einen kräftigen,n, mutigen, treuen Beschützer bei sich zu haben und ihm ab und zu ein Sonderhäppchen zu gönnen.

 

In der Synergetik Session wandelt sich oft das Bild vom innerern Löwen. Aus dem harmlosen Plüschtierchen wird eine majestätischer Freund, in dessen Begleitung man sich rund um sicher fühlen kann.
Das Bild vom inneren Löwen, das vielleicht nur groben Umrissen vorhanden ist, wird deutlicher: seine kräftigen Pranken, seine scharfen Zähne und seine beindruckende Energie.

Wann lernst Du Deinen inneren Löwen kennen? Oder vielleicht Deinen Panther?

Selbstbewusstsein kann man trainieren - meint Birgit Mauler, leitende Psychologin der Christoph-Dornier-Klinik in Münster. Wir empfehlen tiefer zu gehen...

 

Ausbildungsmaterial "Synergetik Therapeut" : Der innerer Löwe

Symbolprägende Eigenschaften:

Mut, Wildheit und angebliche Weisheit; Sinnbild der Macht und Gerechtigkeit;
in China und Japan gilt der Löwe ähnlich wie der Drache als dämonenabwehrend, weshalb er z.B. als Tempelwächter dargestellt wurde.
Es gibt auch in Ägypten, Assyrien und Babylon Löwenplastiken als Tempelwächter.
Die indischehe Gottheiten Krishna und Buddha wurden mit Löwen verglichen.
Wegen seiner unbändigen Kraft stand der Löwe v.a. in der Antike auch Fruchtbarkeits- und Liebesgöttern nahe.
In der Bibel hat er sowohl positive wie auch negative Symbolbedeutung: Gott gleicht dem Löwen in seiner Macht und Gerechtigkeit, Christus selber heißt der „Löwe von Juda“.
Das Mittelalter sah im Löwen auch ein Symbol der Auferstehung Christi. Auf den negativen bedrolichen Aspekt des kraftvollen Löwen beziehen sich mittelalterliche Darstellungen, die Menschen oder andere Tiere verschlingende Löwen zeigen; meist Symbole für unheilvolle, bedrohliche oder für srafende Mächte.
Ähnlich negativ begegnet die Stärke des Löwen auch in Darstellungen oder mystischen Erzählungen von Löwenkämpfen- und Jagden in denen er als Repräsentant ungezähmter Wildheit von Helden überwunden wird (Herakles und Samson). (aus „Herder Lexikon: Symbole“)
Aggressivität und Durchsetzungsvermögen als Vitalenergie

Der Innere Löwe repräsentiert eine Kollektivenergie:
Aggression, Power, sich durchsetzen, sich behaupten
die Grundenergie des 3.Chakras - reine Feuerenergie, Klarheit, Präsenz, Souveränität.

Der "innere Löwe" als Teil des Basishandwerkszeug des Synergetik Therapeuten

Der Therapeut zieht ein Scheibchen, indem er die Idee, das Bild des Löwen eingibt. Um diesen Energiebereich als Energiestruktur im Unterbewußtsein sichtbar zu machen, wird der Klient aufgefordert, sich seinen Inneren Löwen als Symboltier vorzustellen oder aufzurufen bzw. auftauchen zu lassen und dann Rückmeldung zu geben über Größe, Körperbau, Abstand u.ä. Der Klient wird gebeten, die Konfrontation mit dem Löwen dadurch zu erhöhen, daß er ihn anspricht, ihm Fragen stellt, wie „wie geht es dir, was brauchst du?“ Interessant ist auch, wahrzunehmen, in welchem Kontext dieser Löwe steht, z.B. ob er eingesperrt lebt oder im Dschungel.

Der Therapeut kann dem Klienten erklären, daß der Löwe einen Teil seiner inneren Fähigkeiten symbolisiert. Er kann dem Klienten nahelegen, sich intensiver mit dem Löwen zu beschäftigen, um zu lernen, mit Klarheit, Aggression, Durchsetzungsvermögen, Power und Wildheit umzugehen. Die Auseinandersetzung kann eingeleitet werden durch die Aufforderung, näher auf ihn zuzugehen, ihn anzuschauen (wichtig), ihn auch zu streicheln, anzufassen. Der Klient soll dem Löwen erlauben, spontane Äußerungen zu machen, sodaß eine Kommunikation entsteht. Das Ziel ist, diesen Löwen, also diesen Energieanteil sich zum Freund zu machen, damit er nicht autonom im Klienten existiert, sondern als sein Partner für ihn da ist.

Damit diese Konfrontation nicht auf einer oberflächlichen Phantasieebene bleibt, „macht nun der Therapeut Feuer“, indem er echtes Löwenbrüllen über CD einspielt. Häufig zeigt sich der Effekt, daß der Löwe schnell sein Aussehen und seinen Energieausdruck verändert, da die Geräusche direkt im Unterbewußtsein echtes Material provozieren. Das „Selbstbildnis“ wird energetisch echt. Dies macht den Aspekt sichtbar, daß oft eine hohe Differenz zwischen Selbsteinschätzung und dementsprechender vorgenommener Visualisation und innerer Energiewirklichkeit vorhanden ist. Häufig wird der Löwe durch Betätigung des Lautstärkerreglers gefährlicher und dadurch die Konfrontation intensiver. Der Prozeß, in dem der Klient sich dem Löwen zum Freund macht, kann sehr kreativ gestaltet werden.

Es geht immer darum, daß der Klient selbst Wege findet, sich mit dem Löwen anzufreunden und der Therapeut nur Anregungen als Hilfestellung gibt. Es geht nicht darum, eine bestimmte innere, „richtige“ Struktur zu etablieren, da dieser Anteil immer individuell ist. Es geht vielmehr darum, den Schattenanteil Gefährlichkeit - „ich habe Angst vor ihm“, aufzulösen. Dies muß nicht, wie allerdings meistens möglich, direkt in einer einzigen Session erfolgen, sondern kann auch über einen Prozeßverlauf von mehreren Sessions verteilt werden. Dabei ist es auch möglich, Vereinbarungen mit dem Löwen zu treffen und ihm zum Beispiel nicht auf einmal in die Freiheit zu entlassen, weil der Klient mit seiner inneren Energiestruktur erst umgehen lernen muß. Wesentlich ist jedoch, daß der Klient den Löwen auf keinen Fall weiterhin wegschickt, einsperrt oder nur seinen Vorstellungen folgt bzw. sich ihm unterwirft.

Das Ziel ist immer, daß der Klient Meister seiner inneren Energie ist und sich gegenenenfall befreit von ihn dominierenden Eneregien, die er normalerweise als Projektion im Außen erlebt und dort bekämpft oder vermeidet. Sollte diese Energie dem Klienten sehr unvertraut sein, kann er mit seinem Bewußsein auch direkt in den Löwen hineingehen und aus dessen Augen heraus schauen, um so diese Energiequalität intensiv zu spüren und kennenzulernen und dadurch wieder verstärkt in sein Bewußtsein zu holen. Der Klient kann sich dem Löwen vollkommen ausliefern, um tiefergehende Erfahrungen zu machen oder auch sich von dem Löwen wichtige Situationen aus seinem Leben zeigen lassen bzw. sich von ihm in „sein Reich“ führen lassen, um dort sehr umfangreich diese Energiequalität kennenzulernen.

Ist der Integrationsprozeß Löwe abgeschlossen, ist es meist sehr interessant für den Klienten, sofort diese neue Qualität in einer Zukunftsprojektion oder in einer alten noch abgespeicherten Situation zu testen. In diesen Situationen macht er dann die Erfahrung, wie er sich mit dem Löwen als Freund an seiner Seite vollkommen anders verhält. Der Löwe kann in der Situation gegebenenfalls brüllend eingreifen, was der Synergetik Therapeut durch das Einspielen des Löwengebrülls unterstützen kann. Er kann z.B. mit dem Löwen als Freund zu seinem Chef gehen und eine Gehaltserhöhung fordern oder ihn in Zukunft immer als imaginären Begleiter bei sich haben.

Das wirkt wie eine Ankerung und der Schritt, diese Energie im realen Leben umzusetzen, fällt leichter. Wenn der Löwe im Unterbewußtsein des Klineten installiert ist, ist er immer wieder verfügbar. Der Klient hat das subjektive Gefühl „ich habe meinen Inneren Löwen immer bei mir, er stärkt mich, er beschützt mich“. Die alte neuronal abgespeicherte Energiewirklichkeit wird „ins Chaos“ gestürzt und organisiert sich neu - oft mit verblüffenden Resultaten, die den Klienten in Erstaunen und Begeisterung versetzen. Dadurch wird eine grundlegende Verhaltensveränderung des Klienten in seiner Außenwelt schon im Vorraus in seiner Innenwelt „trainiert“. Es wird empfohlen, den inneren Löwen in Sessionsverläufen immer einzubauen, da er grundlegende und wertvolle Veränderungen schnell erzeugt. Nahezu niemand ist mit der wertneutralen Energie „Aggression und Durchsetzung“in seinem tiefsten Inneren klar.

Diese Darstellung zeigt das grundsätzliche Schema auf, wie mit inneren Tieren umgegangen werden kann, sodaß es dem Synergetik Therapeuten überlassen bleibt, eigene Kreationen zu entwickeln, z.B. mit dem Inneren Wolf oder anderen Krafttieren zu arbeiten. (Weitere Beispiele: Adler - Freiheit, Hirsch - Gruppenverhalten, Rangfolge, Fruchtbarkeit, Stier - Männlichkeit und Potenz, Eule - Weisheit, Schlange, Bär, Pfau, Hahn, Hund, Katze, Einhorn, Pferd, Schaf, Panther, Storch etc.)

Grundsätzlich sind alle in der Innwenwelt auftauchenden Tiere keine Fremdenergien oder gechannelte Wesen, sondern immer eigene Energieanteile (nach C.G. Jung Archetypen aus dem Kollektiven Unterbewußten zu denen jeder Einzelen individuelle Zugang hat und die ähnliche Energiequalitäten symbolisch repräsentieren), die es gilt, aus dem Schattenbereich zu erlösen und ihre ursächliche Qualität dem Klienten wieder verfügbar zu machen. Man kann auch sagen, der Klient holt sich aus den Kollektivenergien bestimmte Qualitäten und transformiert sie, um diese individuellen Qualitäten für sich zu nutzen, d.h. er macht die Kollektivenergie zu seiner eigenen Energie.

 

 

„Innerer Löwe“ Gruppenübung

Die Gruppenteilnehmer legen sich gleichzeitig bequem auf den Boden, mit einer Augenbinde versehen und werden durch einen Text in einen leichten Alpha-Zustand versetzt. Naturgeräusche werden eingespielt. Dann erfolgt die Anweisung den inneren Löwen auftauchen zu lassen - den Anteil, der Durchsetzungsfähigkeit, Aggression, Mut usw. repräsentiert. Die Teilnehmer sollen sich mit ihm beschäftigen, ihm Fragen stellen oder sich auch etwas zeigen lassen.

Damit die Übung auch tiefgehend und echt wird, wird Löwenbrüllen eingespielt. Das Brüllen kann sehr verstärkt werden. Dies wirkt provozierend auf’s Unterbewußtsein und die Bilder werden ehrlicher und echter. Nachdem sich die Teilnehmer mit dieser Energie vertraut gemacht haben, gehen sie in eine Situation ihrer Wahl und bringen diese Qualität in diese Geschehnisse hinein. Eine Ankerung mit realen Erlebnissen der „äußeren Welt“ wird gelegt.

Untenstehend einige erlebte Aussagen.

Jede Beschreibung enthält eine sehr subjektive Energiewahrheit. Damit wird normalerweise direkt in
Synergetik Therapie Einzelsitzungen gearbeitet. Die letzte Aussage ist ein Beispiel für reflektive Wahrnehmung, also Ausdruck der linken Gehirnhälfte. Alle anderen Aussagen sind eine Mischung beider Gehirnhälften oder überwiegend in der rechten Gehirnhälfte erlebte Wirklichkeit. Energiebilder entspringen immer der rechten Gehirnhälfte.

Bei mir tauchte die Löwenpranke aus dem Boden auf, wurde immer größer und größer und wurde ein richtig dicker, ausgewachsener, männlicher Löwe mit Haarmähne. Ich habe ihn umarmt, habe dabei einerseits ein Glücksgefühl empfunden, auf der anderen Seite auch ein Stück Traurigkeit. Angst war überhaupt keine da. Die Freude überwog, als du sagtest, ich soll in Konversation mit ihm treten. ...Die Situation, in der ich den Löwen brauche, ist, wenn ich vor meinen Chef trete. Der Löwe ist links neben mir. Ich habe gesagt, ich möchte jetzt weniger arbeiten. Da stand meine Chefin vor mir und der Löwe hat gleich gebrüllt. Sie ist ganz nach hinten gerannt und hat gesagt: jaja, es geht alles in Ordnung. Die Vereinbarung, die ich mit ihm getroffen habe, daß er mir in schwierigen Situationen beistehen soll, dabei hat er mir seine rechte Pranke gegeben.
Ich hatte vor dem Einspielen von diesem Geräusch eine schöne Blumenwiese, dann kam der Löwe raus, er mußte aber zuerst noch mal zurückgehen, weil nur die Tatze rauskommen sollte. Dann ist er noch mal rausgekommen und ich fing an, mich mit ihm zu unterhalten. Er hat schon so etwas wie Energie in mir angerührt. Das ist auch ein Thema von mir. Im Avatar-Kurs hatten wir ein Tarotspiel mit einer Löwenkarte und eine Adlerkarte, darüber habe ich mich mit ihm unterhalten. Ich hätte gerne mehr dazu gewußt.
Ich war auf einer Lichtung, mit einer Quelle. Ich lag da und von links hinten kam der Löwe. Ich habe ihm in die Augen geschaut und bemerkte auch den Wildgeruch aus seinem Maul. Ich habe mich gefreut, ihn zu sehen. Das Brüllen war überhaupt nicht beängstigend für mich, sondern eine Aufforderung zum Spielen. Er war ganz vorsichtig und hat mir nicht weh getan. Wir sind dann über die Lichtung rüber und er hat seine Krallen an einem Baum geschärft. Dann sind wir genüßlich durch den Wald geschlichen. Als du gesagt hast, gehe in eine Situation, sah ich mich auf einmal bei einem Seminar, wo ich vor den Leuten eine Rede hielt. Ich dachte, da kannst du ihn gut gebrauchen. Er war an meiner Seite und ich fühlte mich total stark. Die Zuhörer waren alle Frauen. Auf einmal steht ein Mann auf, ist in Opposition, hinterfragt mich. Da konnte ich den Löwen gut brauchen. Ich habe mit ihm abgesprochen, daß er mir in Situationen mit starken Männern, in Situationen, wo ich vor großen Menschenmengen reden muß, beisteht.
Ich habe gemerkt, wie der Löwe gebrüllt hat, daß er dieselbe Tonlage wie mein Vater hat. Der ist Choleriker. ...Ich habe nicht mit ihm gesprochen. Er wollte nicht.
Ich war im Urwald, als die Katze auftauchen sollte. Ich habe zuerst den Kopf gesehen. Er ist oben auf dem Baum gelegen und hat heruntergefaucht. Ich habe gedacht, er sagt, daß ich endlich aus mir herausgehen soll. Ja, und ich habe ihn dann richtig zum Freund gekriegt. Ich habe mir dann die Situation mit dem Chef vorgestellt, wo er mir zur Seite gestanden ist, das hat funktioniert. Und bei den Behörden, mit denen ich in Zukunft zu tun haben werde, werde ich einen Schutz haben. Er wird mir zur Seite stehen.
Als es anfing, sah ich mich im Wald liegen. Das hat mich gewundert, ich dachte, das ist nicht passend. Da muß ich mir die Savanne vorstellen. Ich konnte nicht nach Afrika gehen, sondern blieb auf einer deutschen Wiese. Es war alles grün und saftig. Dann kam der Löwe und er war groß und voller Kraft. Er kam auf mich zu und hat an der Wange geleckt. Ich hatte gar keine Angst. Er hat sich auf mich gelegt und schmolz langsam in mich hinein, während er brüllte. Der Sound ging in meinen Körper hinein. Es war mein Körpersound. Als du gesagt hast, er soll mit mir sprechen, kam er aus mir heraus, damit wir sprechen konnten. Er hat schweigsam mit mir gesprochen. Es war keine Botschaft zu vernehmen, obwohl gesprochen wurde.
Ich habe in den letzten 4 - 6 Wochen ein magisches Verständnis bekommen. Man kann von der Magier-Ebene aus mit den Elementen hantieren, wie man Lust hat und ist unverletzlich. Mit diesem Selbstbild habe ich auf dieser Wiese gestanden und wußte da kommt ein Löwe und welche Energie er repräsentiert. Ich hatte schon im Hinterkopf, mit ihm zusammenzufließen. Als er kam, habe ich mit ihm eine Zwiesprache gehalten. Es kam ein ganz ernster Satz dabei heraus: Laß uns die Bruderschaft vollziehen. Das kam von ganz innen. Der Löwe war eine autonome Energie. Ich bin ganz in ihn hineingegangen und habe aus seinen Augen herausgeguckt. Ich habe seine Energie gespürt und gemerkt, daß mein Körper dafür gar nicht passend ist. Die Power ist in die Hände geflossen und ich hatte das Gefühl, irgendwas platt machen zu müssen, Kräftemessen, Energie rauslassen. Ich konnte aber die Verbindung nicht so lange aufrecht erhalten. Das müßte man als Ritual noch mal erleben, diese Löwenqualität. Ich habe es ein bißchen erahnen können. Am Ende habe ich dem Löwen in die Augen geguckt mit einer wahrnehmenden Intelligenz, ohne jegliche Gefühlsregungen. Wenn ich diese Energie beschreiben würde, es ist Vitalität, Feuerenergie, absolute Souveränität. Entweder getötet werden oder töten, kein Zwischending.
Ich habe mich als Kind in einer blühenden Wiese liegen sehen, wo ich die Blumen gerochen und die Wärme auf der Haut gespürt habe. Auf einmal hieß es, eine Tatze, da habe ich eine richtig schöne Pranke von vorne gesehen, gelb, groß. Dann hat das Brüllen angefangen. Der erste Brüller hat mir Angst gemacht. Als ich dann den ganzen Löwen gesehen habe, habe ich ihm in die Augen geschaut und hatte keine Angst mehr. Dann habe ich mit ihm gekuschelt. Zum Schluß habe ich mich mit ihm gemeinsam weggehen sehen. Ich habe ihn nicht an der Leine gehabt, aber er ist gerne an meiner Seite geblieben. Ich habe gemerkt, mein inneres Kind braucht Verstärkung vom Löwen. Es war auch ein junger Löwe.
Es kamen mir in Erinnerung Erlebnisse als Kind, im Zoo, Löwen hinter Gitter, die auch ganz schön gebrüllt haben, und im Zirkus, die ihre Dompteure auch ganz schön anfauchen. Die treten ja mit dem Tier, das sie vor sich haben, in Verbindung, sonst könnten sie gar nicht mit ihnen arbeiten. Was da vor sich geht mit diesen beiden Lebewesen, kann man mit dem Verstand gar nicht fassen. Ich habe aus diesen Erinnerungen und Erlebnissen für mich die Folgerung gezogen, ich würde bei so einem Tier, das ich nicht kenne - es ist für uns ja mehr oder weniger die erstmalige Begegnung, wir sind ja nicht dauernd mit denen zusammen - ein bißchen Abstand halten. Als Symbolisierung der Kraft ist der Löwe auch uns durchaus bekannt. Er ist kein heimisches Tier wie der Hengst, der auf der Weide mal einen Galopp einlegt und die anderen kommen alle hinterher. Für diese kraftausströmenden Bilder habe ich noch nicht die richtige Verwendung, oder kriege sie auch gar nicht. Das ist bei mir offensichtlich auch anders. Ich habe mich mit diesen ganzen Problemen von der Erlebnisseite her noch nicht so viel befaßt. Ich kann also zu diesen Annäherungen von meiner Seite her nicht viel beitragen. - Beispiel für eine Wahrnehmungsübung der inneren Welt mit der linken Gehirnhälfte -